Braucht BR-DMS eine Internetverbindung?
Nein. Das System läuft vollständig im Intranet. Optional werden lediglich Gesetzestexte monatlich aktualisiert und E-Mails über Ihren eigenen SMTP-Server verschickt.
Auf welcher Hardware läuft das System?
Auf jedem Host mit Docker und Docker Compose, z. B. Synology (Container Manager), QNAP (Container Station), einem eigenen Linux-Server oder einer VM. Für NAS-Betrieb gibt es fertige Deploy-Skripte.
Kann der Arbeitgeber auf die Daten zugreifen?
BR-DMS läuft auf dem Server des Betriebsrats, die Anwendung prüft jede Anfrage gegen die Rolle. Dokumente und Backups sind verschlüsselt – kopierte Dateien sind ohne den Schlüssel nicht lesbar. Der Schlüssel liegt in der Konfiguration auf dem Server; wer diesen Server administriert, steht deshalb technisch über jeder Anwendung. Wer das ist, sollte schriftlich geregelt sein – das Handbuch (Kapitel 11.2) beschreibt, worauf es ankommt.
Wie bekomme ich HTTPS ohne Browser-Warnung?
Das mitgelieferte Skript erzeugt sofort ein selbstsigniertes Zertifikat; einmal pro PC importiert, verschwindet die Warnung. Ohne Import auf jedem Gerät geht es mit einem Zertifikat Ihrer Firmen-CA oder per Let's Encrypt (DNS-Challenge, kein offener Port nötig). Alle Wege stehen Schritt für Schritt im Handbuch, Kapitel 12.4.
Muss ich alle Einstellungen selbst ausfüllen?
Nein. Der Installationsassistent schlägt für fast alles einen Wert vor, den Enter übernimmt, und erzeugt Schlüssel und Datenbankpasswort selbst. Pflicht sind nur die Adresse des Servers und ein Admin-Passwort; E-Mail und automatischer Import sind optional.
Wie werden die Daten gesichert?
Ein Backup-Skript sichert Datenbank und Dokumente täglich und verschlüsselt beide komplett mit einem eigenen Backup-Schlüssel: AES-256-CBC mit 256-Bit-Schlüssel, abgeleitet per PBKDF2 (HMAC-SHA256, 600.000 Durchläufe, eigener Zufalls-Salt je Datei). So kann eine Kopie außerhalb des Servers liegen, etwa bei der IT, ohne dass sie lesbar ist. Im System-Tab sehen Sie Anzahl, Alter, Größe und ob verschlüsselt wurde. Die Wiederherstellung per restore.sh prüft den Schlüssel, bevor etwas überschrieben wird. Wichtig: Ein RAID ersetzt kein Backup – eine Kopie gehört an einen anderen Ort. Das ganze Konzept samt Anleitung zum Einrichten und Wiederherstellen: Sicherung und Wiederherstellung (PDF).
Kann unsere IT das System betreuen, ohne Inhalte zu sehen?
Ja. Vorsitz oder Stellvertretung schalten den Admin auf „Nur technische Verwaltung“: Er pflegt Benutzer, Einstellungen und Updates, sieht aber keine Sitzungen, Dokumente oder Personaldaten. Legt er ein neues Konto an, erfahren Vorsitz und Stellvertretung davon.
Gibt es eine Zwei-Faktor-Anmeldung?
Ja, als Option: Der Admin schaltet sie unter Einstellungen → System ein und legt fest, für welche Rollen sie Pflicht ist – empfohlen mindestens für Vorsitz, Stellvertretung und Admin, weil diese Konten alles Vertrauliche sehen. Den Code liefert jede Authenticator-App, etwa die von Microsoft oder Google; ins Internet muss BR-DMS dafür nicht.
Ist BR-DMS auch für JAV und SBV nutzbar?
Ja. Jugend- und Auszubildendenvertretung und Schwerbehindertenvertretung haben eigene Rollen mit Lesezugriff auf Sitzungen und Protokolle; vertrauliche TOPs bleiben automatisch ausgeblendet.
Wie erhalte ich Support?
Fragen, Fehlermeldungen und Wünsche gerne per E-Mail an support@vanderhoven.eu. Am einfachsten direkt aus der App: Unter „Über BR-DMS“ gibt es das Formular „Fehler melden“ – per E-Mail oder als Meldung auf GitHub, Version, Seite und Browser werden automatisch angehängt. GitHub-Meldungen sind öffentlich, darum dort bitte keine Namen oder Inhalte aus Dokumenten eintragen.
Ist BR-DMS Open Source?
Ja. BR-DMS steht unter der GNU Affero General Public License v3.0 (AGPL-3.0): Nutzung, Änderung und Weitergabe sind erlaubt, solange der Urheberhinweis erhalten bleibt und Änderungen unter derselben Lizenz offengelegt werden. Der Quellcode liegt auf GitHub: github.com/tvanderhoven/br-dms.
Gibt es ein Handbuch?
Ja, ein ausführliches Benutzerhandbuch steht als PDF zur Verfügung: Handbuch herunterladen.